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Geld, Schulden und unnötige E-Books

Ich werde jetzt hier keine Namen von bestimmten E-Books auflisten, sondern dieser Artikel soll allgemein aufzeigen, weshalb ich davon abrate.

Dank des Internet gibt es inzwischen eine Fülle an Informationen, wie ich meine Schulden nahezu kinderleicht besiegen kann. Wenn es wirklich so einfach wäre und nur ein E-Book helfen kann, dürfte es kaum noch Menschen mit Schulden geben. Im WWW E-Books zu verkaufen, ist wirklich sehr einfach. Es gibt sogar schon fix und fertige E-Book Shops und außer einer Domain wird nichts mehr gebraucht. Solche Seiten incl. Domain und Büchern gibt es schon für 100 Euro. Wer sich ein wenig auskennt und Webspace hat, kostet es außer den paar Cent Provider-Gebühren kaum etwas. Es gibt aber auch viele im Internet, die nur ein einziges Buch bezüglich Schulden anbieten möchten. Die Lizenz z. B. für „Das Gläubiger-KO“ liegt bei runden 100 Euro. Man wird in das E-Book als Lizenznehmer eingetragen und darf dann dieses Buch verkaufen, sooft man lustig ist. Allerdings gibt es einen Mindestbetrag der beim Verkauf des E-Books nicht unterschritten werden darf. Ich glaube der liegt so um die 24 Euro und so genau kann ich mich nicht mehr erinnern. 🙂 Jetzt die Webseite bewerben und dann sollte der sprichwörtliche Rubel rollen. Zum Glück ist das aber nicht so und wer diesbezüglich schon Lehrgeld bezahlt hat, darf sich meines Mitleides sicher nicht bewusst sein.




Geben Sie einfach in die Suchmaschine: „schulden loswerden“ ein. Naja, bei den ca. 117.000 Ergebnissen sollte schon brauchbare Info dabei sein. Ist es auch, allerdings nicht auf den ersten Blick. Was ich schon bei vielen Freunden und Bekannten festgestellt habe, sie gehen selten über die erste und zweite Seite hinaus. Manche sind der Meinung, dass es gute Anbieter sein müssen, da sie bei google gleich oben oder rechts unter „Anzeige/Anzeigen“ zu finden sind. Keine Sorge, ich habe nicht verlinkt, sondern nur die Farbe der „Anzeige/n“ wiedergegeben. 🙂 Leute, das sind keine besseren Anbieter, sondern sie zahlen dafür, dass sie so angezeigt werden. Wer viel für diese Art Werbung zahlt, wird selbstverständlich auch besser und ganz oben angezeigt. So einfach ist das! Google ist ein Wirtschaftsunternehmen und wenn die Anzeigen deren Richtlinien entsprechen, werden sie auch veröffentlicht. Also nicht wundern, wenn an solchen Stellen auch mal das ein oder andere unnötige E-Book erscheint. Ansonsten sind diese Stellen meist von Kreditvermittlern vergeben, weil sie einfach am besten für Werbung zahlen können.

Wenn Menschen mit Schulden im WWW nach Hilfe suchen und auf ein event. interessantes E-Book stoßen, sollte klar sein, dass es diese Bücher nicht aus reiner Nächstenliebe gibt. Hier möchte jemand „Kohle“ machen und hofft natürlich, dass es genug Schuldner gibt, die das E-Book kaufen. Es gibt genug Webseiten, die gute Infos geben und das absolut kostenlos. Einige bieten auch kostenlose PDF-Downloads mit sehr guten und hilfreichen Informationen an. Allerdings muss schon ein wenig danach gesucht werden.

Hier einige plakative Aussagen von E-Books, welche Sie bestimmt nicht kaufen sollten:

Schulden einfach vergessen.
Zahlen Sie Ihre Schulden einfach nicht zurück.
Schulden legal um 75% Reduzieren.
Klagen sabotieren
Schulden-Killer
Gläubiger-Killer
Wenn sie reich werden wollen, müssen sie zuallererst ihre Verpflichtungen los werden. Für einen überschuldeten Menschen ist diese Aussage so ziemlich für den Allerwertesten.
Schulden-KO
Gläubiger-KO

Eigentlich sollten Sie so ein Schuldner E-Book überhaupt nicht kaufen. Die wirklich guten und verwertbaren Informationen sind relativ gering, aber dafür haben Sie jede Menge unnütze Füll-Artikel wie z. B. die komplette Geschichte wie das Schuldenmachen entstanden ist. Naja, irgendwie muss man den Preis ja rechtfertigen. Was Sie bei Schulden wirklich tun können/müssen ist hier und in etlichen anderen Blogs/Webseiten kostenlos beschrieben.

Allerdings…Wenn Sie jetzt doch lieber eines dieser Schund-Bücher unbedingt lesen möchten, ich schenke es Ihnen. Wirklich ehrlich und kein Witz. Allerdings ist dieses Werk bereits von 2008 und es gibt inzwischen ein aktuelleres Exemplar. Aber viel geändert hat sich dennoch nicht. Die neuere Ausgabe ist wohl ein wenig teurer, aber nicht viel informativer.

Schreiben Sie mich hier an Gläubiger-KO geschenkt und ich schicke Ihnen die komplette Ausgabe 2008 des „Gläubiger-KO“ als PDF kostenlos zu. Ich sammle keine Mail-Adressen und verschicke auch keine Newsletter etc. Von mir aus können Sie gerne eine Wegwerf-Mail-Adresse für die Zusendung des PDF-Schundes verwenden. 🙂